Lese 2021
Die letzten Jahre wurden wir verwöhnt, für den Rebbau herrschten ideale Bedingungen, längere Schlechtwetterperioden blieben aus, weshalb sich der Mehltaubefall gut regulieren liess. Das Jahr 2021 zeigte sich von der schlechteren Seite. Besonders im Sommer waren Trockenperioden selten, kaum zeigte sich ein kleines Fenster für eine Behandlung, kam bereits wieder der nächste Regen und wusch das Pestizid ab oder die Infektion war bereits passiert, was sich besonders für den biologischen Rebbau negativ auswirkte. Es erstaunt deshalb nicht, dass die Lese 2021 unbefriedigend war. Eine aufwendige Säuberung des Traubengutes war oft notwendig, weshalb der Ertrag vielfach weniger als der Hälfte einer Normalernte entsprach. Zudem erstreckte sich die Lese bis Ende Oktober. So wurden z.B. bei den Gamaret Reben am 27. Oktober von 4 Aren nur 128 kg gelesen, was einem Ertrag von 320 Gramm pro Quadratmeter entspricht, also etwa die Hälfte einer Normalernte. Günstig war aber, dass der Oktober meist trocken und sonnig war, weshalb die wenigen Trauben noch gut ausreifen konnten.

Die Situation bei den Landskronreben war uneinheitlich. In wenigen Fällen konnte die Situation gut gemeistert werden und die Lese war noch befriedigend, in anderen Parzellen wurde aber auf eine Lese verzichtet, ein willkommenes Futter für die hungrigen Vögel. In den letzten Jahren dauerte die Lese bis spätesten Mitte Oktober, dieses Jahr konnte diese aber erst Ende Oktober beendet werden.