Das Rebjahr
Winzergemeinschaft Zur Landskron Flüh
Januar/Februar/März:
- Nach der Winterruhe werden die Reben zurückgeschnitten, je nach Lage wird eine Frostrute stehen gelassen. Diese wird erst nach Mitte Mai entfernt oder wenn notwendig am Bindedraht befestigt.
- Ausbessern der Drahtanlage und Ersetzen von abgebrochenen Stickeln.
- Tragruten (Strecker) an den Bindedraht heften.
- Reservetrieb für nächstes Jahr auf zwei Augen schneiden.
- Maschinelles Häckseln des Rebholzes zwischen den Rebreihen (durch die Verrottung des Holzes werden den Reben wieder wertvolle Nährstoffe zugeführt).
- Aufgrund periodischer Bodenanalysen werden fehlende Spurenelemente durch Düngung ergänzt.
- Die Reben weinen (wegen fehlendem Wundverschluss verliert die Rebe bei den Schnittstellen Saft sobald sie treibt).
- Die Knospen zeigen im März erste Wachstumsmerkmale.
- Schneiden der Reben
- vor dem Schneiden
- Auswahl der Ruten
- Detail der Ruten, Reserve und Strecker werden nach dem Binden zurück geschnitten
- Die Anlage wird in Ordnung gebracht
- Der Strecker wird waagrecht am Bindedraht befestigt
- Rebe nach dem Binden, die Frostrute wird nach den Eisheiligen abgeschnitten oder bei Bedarf an den Bindedraht gebunden
- Rebe nach dem Binden
- Die Reben weinen
- Die Reben weinen
- Das abgeschnittene Rebholz wird zerkleinert
- Die Knospen beginnen sich zu öffnen
April/Mai:
- Die Knospen öffnen sich.
- Die Reben treiben aus, erste grüne Blättchen bis kurze Triebe mit sichtbarer Traubenanlage; geht bei gutem Wetter sehr rasch.
- Mitte/Ende Mai: Die Frostrute wird abgeschnitten oder bei Bedarf an den Bindedraht gebunden.
- Erste Ertragsregulierung: Überzählige und kümmerhafte Triebe werden ausgebrochen; je nach Erziehungssystem werden pro Tragrute (Strecker) 6-8 Triebe belassen.
- Die Flora im Rebberg zeigt sich, sie ist auch ein wichtiger Nahrungslieferant für Nützlinge.
- sich entfaltende Knospe und Nebenknose
- Jungtrieb
- nach dem Erlesen (erste Ertragsregulierung)
- Schlüsselblume
- Rebbergtulpe in Oberwil, 3.4.2004
- Weinberghyazinthe
- Marienkäfer, ein Nützling auf Futtersuche
- Mauereidechse
Juni:
- Wachsende Schosse ins Drahtgerüst einflechten und ordnen (Schutz vor Windbruch).
- Austriebe am Stämmchen entfernen.
- Beginn der Bekämpfung von Pilzkrankheiten (bis Mitte August weiterführen).
- Mähen der Rebgassen.
- Die Trauben blühen.
- Die Triebe werden geordnet
- Spritzen gegen Mehltau
- Die Reben blühen
Juli:
- Zurückschneiden der Rebschosse über dem obersten Draht (kappen).
- Traubenzone moderat entblättern (= vorbeugende Massnahme gegen Pilzkrankheiten durch bessere Durchlüftung)
- Traubenanlagen entwickeln sich rasch und die Beeren berühren sich (Traubenschluss), kurz vorher muss die erste Behandlung gegen Botrytis erfolgt sein.
- Pflege der Laubwand, eine gepflegte Laubwand (von ca. einem Meter Höhe über den Trauben) ist der Motor für die Entwicklung der Trauben und deren Zuckergehalt. Oberhalb des obersten Drahtes müssen die Triebe gekappt werden, zudem sind die Seitentriebe auf zwei bis drei Blätter einzukürzen. Die Laubwand muss gut besonnt sein.
- Zweite Ertragsregulierung: Traubenanzahl auf zwei pro Trieb reduzieren und Trauben-Schultern wegschneiden, was zu einer optimalen Qualität führt.
- Das Gras in den Gassen ist periodisch zu schneiden.
- ausgelaubte Traubenzone
- nach dem Auslauben der Traubenzone
August/September:
- Die Reifeperiode beginnt. Mi der Zuckereinlagerung in den Trauben findet der Farbumschlag statt.
- Erneutes Zurückschneiden der Laubwand.
- Die Vogelschutzanlage muss beim Farbumschlag montiert werden.
- Trauben verfärben sich, Beginn der Traubenreifung
- Vogelschutz mit Seitennetz
Oktober:
- Die Traubenernte steht bevor.
- Stetiges Überprüfen des Reifegrades und des Gesundheitszustands der Trauben.
- Erntevorbereitungen: Bereitstellen (Waschen) des Geschirrs für die Lese.
- Nach Absprache mit dem Kelterer Lese der Trauben bei trockenem Wetter (exaktes Entfernen von kranken Beeren).
- Trauben werden nach dem Lesen sofort in den Keller gebracht.
- Nach der Lese bleiben die Wintertroller (kleine Trauben an den Seitentrieben, deren Qualität mangelhaft ist) für die Vögel im Rebberg zurück.
- Riesling-Sylvaner-Trauben vor der Lese
- Gamaret-Trauben bereit für die Lese
- gelesene Gamaret-Trauben
- Wintertroller
- Wintertroller
- Herbstlaub (Pinot noir)
November/Dezember:
- Im Rebberg wird aufgeräumt.
- Das noch hohe Gras wird durch Schafe abgefressen (durch die Schafe werden evtl. Mausgänge zusammengedrückt, eine ideale Mäusebekämpfung); Bis zum Schneiden, anfangs Jahr, werden die Reben in Ruhe gelassen.
- Im Keller herrscht grosser Betrieb: – Gärung, – umfüllen in den Tank und Stabilisierung mit Schwefliger Säure (spundvoll) etc.
– Die Weine müssen im Keller periodisch kontrolliert werden damit ein möglicher Fehler sofort behoben werden kann.
– Filtrierung vor der Flaschenabfüllung. - Unser roter Wein kommt nach der Stabilisierung für den Ausbau einige Monate in ein Eichenfass.
- Schafe als nützliche Wiesen-Mäher
- Traubenmaische beim Gären
- Traubenmaische beim Gären
- Ausbau vom Cuvée im Eichenfass